INGENIEURBÜRO MARQUARDT

SACHVERSTÄNDIGE BAUBERATUNG

BAU ABC
 
B
 
Bauschaden
Ein Bauschaden liegt vor, wenn eine Bauteil eines Gebäudes oder einer baulichen Anlage die Fähigkeit verliert, eine ihr zugeordnete Aufgabe zu erfüllen. Ursachen können sein
physischer Verschleiß durch physikalische, chemische oder biologische Einflüsse
unterlassene Instandhaltung
falsche Nutzung
ungenügende Dimensionierung von Tragwerksteilen
Entfernen von Tragwerksteilen
Bauschäden sind das Eintreten von Schadensfällen, die u.a. auch durch Baumängel hervorgerufen werden können.
 
 
Bauzustandsstufen
Die Bauzustandstufen sind eine Klassifizierung des Verschleißes und differenzieren den Umfang der Schäden nach prozentualen Anteilen. Die Einordnung von Gebäudeteilen in Bauzustandsstufen bilden die Grundlage für eine objektive Beurteilung des Bauzustandes eines Gebäudes oder einer baulichen Anlage.
 
 
Bestandsdauer
 
Die Bestandsdauer einzelner Gebäudeteile ist unterschiedlich und abhängig von

  • der Einordnung der Gebäudeteile im Gebäude oder der baulichen Anlage
  • der zugeordneten Funktion der Gebäudeteile
  • der fach- und systemgerechten Ausführung
  • dem verwendeten Material und
  • bei Außenbauteilen von den klimatischen Bedingungen

Entscheidend für die Verweildauer eines Gebäudes in einer Bauzustandsstufe ist die Instandhaltung.

Sie sollte regelmäßig erfolgen und vorbeugenden Charakter haben. Instandhaltung kann das Auftreten von Bauschäden verhindern.

 

Bitumendickbeschichtung

Kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtungen (KMB) sind pastöse, spachtel- oder spritzfähige Massen auf Basis von Bitumenemulsionen. Es wird unterschieden in

  • einkomponentige Bitumendickbeschichtungen
  • zweikomponentige Bitumendickbeschichtungen

Sie können beispielsweise polystyrolgefüllt oder faserhaltig sein.

Bitumendickbeschichtungen finden z.B. Anwendung als Abdichtungen gegen von außen drückendes Wasser (DIN 18195-6), wobei sie in 2 Arbeitsgängen, mit Verstärkungseinlagen und einer Mindesttrockenschichtdicke von 4 mm auszuführen sind. Diese Mindesttrockenschichtdicke darf an keiner Stelle des abzudichtenden Bauteils, insbesondere im Bereich von Kanten, unterschritten werden. Voranstriche in Form von Bitumen-Emulsionen und wässrigen Lösungen stellen die Haftung der nachfolgenden Bitumendickbeschichtung sicher. Schutzschichten wie extrudierte Polystyrolhartschaum-platten, Noppenbahnen mit Gleitschichten oder Schaumglasplatten werden erst nach hinreichender Trocknung aufgebracht und schützen die Bitumendickbeschichtung sicher vor Beschädigungen.

 

Blower-Door-Test

Das technische Prinzip der Luftstrommessung basiert auf der Erzeugung einer künstlichen Druckdifferenz zwischen der Umgebung (außen) und dem Gebäude (innen) mit einem stufenlos regulierbaren Ventilator. Für die Standardmessung gilt, dass der beheizte Teil eines Gebäudes (innen) als eine abgeschlossene Einheit betrachtet und auf Luftdichtigkeit geprüft wird. Bei dem Prüfverfahren wird die Blower-Door (Gebläse-Tür) in einen Tür- oder Fensterrahmen luftdicht eingesetzt und dann nach hermetischer Abschottung anderer Zugänge und Fugen zunächst ein Unterdruck, später ein Überdruck von 50 Pa im Gebäudeinneren erzeugt. Somit transportiert das Gebläse den Luftvolumenstrom, der Fugen, Lücken und andere Undichtigkeiten durchwandert. Der Mittelwert aus dem Unterdruck- und dem Überdruck-Messergebnis als stündlich transportierte Luftmenge, bezogen auf das beheizte Raumvolumen des Gebäudes, ergibt die Luftwechselrate.

 

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